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Hannover, den 10. Oktober 2001
Migrationskirchen wollen Zusammenarbeit
ausbauen
Europäische Konferenz tagte in Hamburg
In fast allen europäischen Ländern ist die Zahl der zugewanderten Christen
erkennbar gestiegen. In den evangelischen Kirchen Italiens beispielsweise bilden sie
bereits die deutliche Mehrheit. Neue Gemeinden und Kirchen entstehen, die ihren
Platz in den jeweiligen Gesellschaften suchen.
Diese Herausforderungen standen auf der Tagesordnung einer europäischen
Konferenz, zu der die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im Auftrag der
Kommission der Kirchen für Migranten in Europa (Brüssel) vom 4. bis 7. Oktober
2001 in die Missionsakademie nach Hamburg eingeladen hatte. Dreißig Vertreter
von Migrationskirchen und einheimischen Kirchen aus 13 europäischen Ländern
forderten in einer abschließenden Erklärung, dass die Kirchen und Gemeinden
anderer Sprache und Herkunft verstärkt wahrgenommen und in die ökumenische
Zusammenarbeit auf allen Ebenen einbezogen werden sollten. Das wechselseitige
Kennenlernen und der Austausch über die unterschiedlichen kulturellen und
geistlichen Prägungen sei nicht nur ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen
Integration, sondern auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer sichtbaren
ökumenischen Einheit.
Die Konferenzteilnehmer vereinbarten eine intensivere Zusammenarbeit und
Interessenvertretung auf nationaler und europäischer Ebene. Für Mai des
kommenden Jahres ist eine Weltkonferenz zu diesen Fragen unter der
Schirmherrschaft des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Thailand geplant.
Pressestelle der EKD
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