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LINK: BEILIEGENDER BRIEF

"Es geschieht überall
- und auch in unserer
Gemeinschaft"

Woman

Gewalt und Mißhandlung von Frauen
ist eine weltweite Ungerechtigkeit
erschreckendenAusmaßes

 

Gewalt gegen und Mißhandlung von Frauen geschehen

  • zu Hause,
  • auf der Straße,
  • am Arbeitsplatz,
  • in der Nachbarschaft,
  • in Kriegen und bewaffneten Konflikten,
  • und in Kirchen,
    in jeder Gesellschaft in Europa.

    Täter und Opfer sind auf allen Ebenen der Gesellschaft anzutreffen, unabhängig von

  • Klasse,
  • Ethnizität,
  • Alter,
  • Beruf und Ausbildung,
  • Religionszugehörigkeit und Denomination.

    Hier sind einige Fakten und Zahlen aus der alarmierenden Litanei der Gewalt gegen Frauen, die von der UN-Abteilung für den Fortschritt der Frauen zusammengestellt wurde:

  • Eine Umfrage unter 1.500 Schweizerinnen im Jahre 1997 hat ergeben, daß 20% über körperliche Mißhandlungen in ihren Beziehungen berichten.

  • Selbstmordversuche sind 12 mal höher unter Frauen, die mißbraucht wurden.

  • Unter Alkoholikerinnen, Drogensüchtigen und psychisch kranken Menschen sind besonders viele geschlagene Frauen.

  • Jeden Tag verlassen mehr als 50 Frauen mit ihren Kindern ihr Zuhause in Schottland (5 Millionen Bevölkerung), um den Mißhandlungen ihrer Männer zu entgehen.

  • Mehr als 15.000 Russinnen wurden von ihren Ehemännern oder Partnern 1997 getötet.

  • Aus einer britischen Studie (1994) geht hervor, daß 6 von 10 Männern Gewalt gegen ihre Partnerinnen als eine Möglichkeit betrachten.

  • Statistiken und Daten aus 7 Ländern beweisen, daß mehr als 60% der Opfer von sexuellen Übergriffen ihren Angreifer kannten.

  • In Deutschland wird alle drei Minuten eine Frau oder ein Mädchen vergewaltigt.

  • In vielen Ländern ist Vergewaltigung in der Ehe kein Verbrechen.

  • In Untersuchungen aus sechs Ländern wurde der Prozentsatz von während ihrer Kindheit oder Jugend sexuell mißhandelten Frauen mit zwischen 27 und 34% angegeben.

  • Studien haben gezeigt, daß in 36 bis 62% aller bekannt gewordenen sexuellen Übergriffe die Opfer 15 Jahre oder jünger waren.

  • Mehr als 130 Millionen der heute lebenden Frauen und Mädchen haben eine Verstümmelung ihrer Genitalien erlitten.

    - Im ehemaligen Jugoslawien, in Ruanda und anderen Konfliktgebieten sind Tausende von Frauen als Teil einer absichtlichen Kriegsstrategie vergewaltigt worden.

    Als Reaktion auf diese erschütternde Wirklichkeit, welche die Entwicklung und das Wohl von Einzelpersonen, Gemeinschaften und unserer europäischen Gesellschaft bedroht, hat der Europarat dazu aufgerufen, dieser Problematik während des Jahres 1999 besondere Aufmerksamkeit zu widmen,

  • um die verschiedenen Formen und Anzeichen von Gewalt gegen Frauen zu erkennen,

  • die Dynamik und die Grundursachen zu verstehen und zu analysieren,

  • den Opfern und Überlebenden Unterstützung und Hilfe zu leisten,

  • die Täter für ihr Verhalten und die Folgen zur Rechenschaft zu ziehen,

  • die dahinter stehenden Haltungen und Kulturen zu hinterfragen und zu verändern, die männliche Gewalt gegen Frauen als normal oder unvermeidlich hinnehmen.

    Viele Menschen und Organisationen hoffen, daß die Kirchen und Christen in diesem Prozeß eine aktive Rolle spielen werden. Für die christliche Gemeinschaft liegt sowohl eine Verantwortung als auch eine Chance darin, diesen Aufruf zu hören,

  • indem sie Zeugnis vom Evangelium des Heilens und der Ganzheitlichkeit, der Gerechtigkeit und Befreiung für alle Menschen ablegt,
  • indem sie jene begleitet, die Leiden und Schmerz empfinden,

  • indem sie eine prophetische Stimme laut werden läßt, mit der jede Form von Sünde und Bösem in unseren Familien und Gemeinden beim Namen genannt und herausgefordert wird,

    - indem sie einen sicheren Ort und eine Zu-flucht in jeder Gemeinschaft anbietet.

    Kirchen und Christen sind jedoch auch selbst dazu aufgerufen, ihr Versagen zu bekennen und anzuerkennen, mit dem sie Gewalt gegen Frauen in ihrem eigenen Umfeld und in der Gesellschaft insgesamt geleugnet und sogar gerechtfertigt haben. Es ist dringend notwendig, daß alle Denominationen und konfessionellen Traditionen ihre eigenen Sitten und Praktiken prüfen und analysieren. Dies ist eine ernstzunehmende theologische Aufgabe, da es zahlreiche Beweise dafür gibt, daß die Bibel und andere Formen der christlichen Lehre häufig dazu mißbraucht werden, unangemessene und sogar gefährliche Anweisungen oder Ratschläge zu geben.

    Wir begrüßen den von den Präsidenten der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), Metropolit Jeremie und Miloslav Kardinal Vlk, unterzeichneten Brief, in dem ihre Mitgliedskirchen und Bischofskonferenzen auf das zunehmende Auftreten von Gewalt und die Mißhandlung von Frauen – sogar in christli-chen Kontexten – aufmerksam gemacht werden. Die Präsidenten rufen die Kirchen Europas dazu auf, Gewalt gegen Frauen zur Sünde zu erklären. (Der Text dieses Briefes ist bei den Büros von KEK und CCEE erhältlich.)

     

    Wie sieht Gewalt gegen Frauen aus?

    Gewalt gegen Frauen kann körperlich, seelisch, sexuell, geistlich, emotional und strukturell sein.

    Gewalt kann sichtbare Zeichen und Verletzun-gen hinterlassen, kann aber auch in Situationen widerfahren, in denen es keine physischen Wunden gibt.

    Gewalt kann ein Vorfall sein, der einmal geschieht, trotzdem können die zerstörerischen Folgen (sichtbar oder verborgen) lebenslang dauern.

    Es kann sich aber auch um ein systematisches und fortgesetztes Verhalten der Mißhandlung handeln, durch das Institutionen oder einzelne Männer versuchen, Frauen zu kontrollieren, einzuschränken und zu demütigen.

    Gewalt gegen Frauen ist in all ihren Formen eine schwere Verletzung von Menschenrechten, die in allen Kulturen und Gesellschaften der Welt vorkommt.

     

    Häusliche Gewalt

    Die Statistiken bestätigen, daß für Tausende von Frauen der gefährlichste Ort das eigene Zuhause ist.

    "Eines Abends kam mein Mann nach einer Kirchenversammlung nach Hause. Ich habe seit Jahren mit seinen Beleidigungen, Androhungen und gewalttätigen Übergriffen gelebt und nie ver-standen, warum es geschah oder was ich hätte tun sollen, damit es aufhört. Er gab mir für alles die Schuld, schlug blind auf mich ein und würgte mich. Ich litt fürchterliche Qualen, als er mit einem Schraubenzieher tiefe Wunden in meine Brüste riß. Danach vergewaltigte er mich und schrie dabei: "Du bist meine Frau und ich verlange meine Rechte." Schließlich sperrte er mich ohne Nahrung oder Kleidung in einen Schrank ein und ging bis zum nächsten Morgen weg. Es war Sonntag und er zerrte mich aus dem Schrank, damit ich seine Kleider bügele und mich anziehe. Er sagte mir, ich müsse in die Kirche gehen und um Vergebung beten, weil ich eine so schlechte Ehefrau sei. 14 Jahre lang ging ich durch die Hölle. Ich verlor viel Gewicht und mein ganzes Vertrauen. Aber die Gemeinde wußte nichts davon; niemand in der Kirche gab mir das Gefühl, daß es sicher wäre, über meine Qualen zu sprechen. Ich mußte eine gute, ehrbare christliche Ehefrau sein."

    Häusliche Gewalt wird meistens von Männern gegenüber ihren Ehefrauen oder Partnerinnen ausgeübt, und die Mißhandlung kann andauern, selbst wenn die Frauen ihr durch Trennung oder Scheidung zu entgehen versuchen. Auch ältere Familienmitglieder und Geschwister können leiden.

  • Sie kann sich in Schlagen, Treten, Angriff mit Waffen, gewaltsamem oder erzwungenem Geschlechtsverkehr, Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen äußern.

  • Sie kann auch Formen von Beleidigungen, Bedrohungen, Erniedrigung, und der Einschränkung der Bewegungsfreiheit, des sozialen Lebens, des körperlichen Raums und des Zugangs zum Geld annehmen.

  • Kontakte und Beziehungen mit der Famlie und mit Freunden werden oft streng kontrolliert, so daß die Opfer immer weniger Möglichkeiten der Hilfe haben.

  • Auch Kinder leiden: sie werden zu Waffen in der Strategie der mißhandelnden Männer; sie werden oft bedroht und verletzt, und sie erleben ein tiefes Trauma, wenn sie die Mißhandlung ihrer Mutter oder Geschwister miterlebt haben.

    Außerdem verinnerlichen sie die Botschaft, daß Gewalt in der Familie normal ist: eine Studie aus dem Jahr 1980 berichtet, daß Männer, die als Kinder häusliche Gewalt miterlebt haben, mit dreimal größerer Wahrscheinlichkeit ihre Frauen schlagen und mit zehnmal größerer Wahrscheinlichkeit mit einer Waffe angreifen.

    Einige Mythen über häusliche Gewalt

    Viele Menschen glauben, daß häusliche Gewalt nur in armen oder benachteiligten Familien vorkommt.

    In Wirklichkeit aber kommen mißhandelnde Männer aus allen Bereichen des Lebens; sie können auch gebildete, hauptamtliche und scheinbar ehrbare Mitglieder in Kirche und Gesellschaft sein.

    Viele Menschen glauben, daß der Alkoholkonsum gewalttätiges Verhalten verursacht.

    In Wirklichkeit aber kann Alkohol ein Faktor sein, der zur Mißhandlung beiträgt. Einige Männer mißhandeln ihre Partnerin nur, wenn sie getrunken haben, andere tun es nur, wenn sie nüchtern sind, und wieder andere tun es betrunken und nüchtern. Trinken kann eine leichte Ausrede sein, ist aber eher ein Auslöser als die Ursache für die Entscheidung, Gewalt auszuüben.

    Viele Menschen glauben, daß Gewalt ein momentaner Kontrollverlust ist.

    In Wirklichkeit aber ist häusliche Gewalt eine absichtliche und strategische Verhaltensform, die eine Beziehung mit der Absicht bestimmt, das Opfer zu beherrschen, zu demütigen und zu kontrollieren. Wenn ein Mann einmal begonnen hat, seine Partnerin zu mißhandeln, wird es wahrscheinlich wieder geschehen und schlimmer werden.

    Viele Menschen glauben, daß Frauen "danach verlangen": daß ihre Handlungen, ihr Aussehen und ihre Haltungen eine gewalttätige Reaktion provozieren oder verdienen.

    In Wirklichkeit aber ist die Entscheidung, Gewalt einzusetzen, nicht ursächlich oder logisch mit dem Verhalten des Opfers verbunden. Niemand hat es verdient, mißhandelt zu werden, und es gibt immer eine Alternative zu dieser Reaktionsweise.

    Eine Analyse der Weltbank in 35 Ländern deutet darauf hin, daß zwischen 25% und 50% aller Frauen unter erheblichen körperlichen, sexuellen oder seelischen Mißhandlungen von seiten ihrer Partner leiden.

    Die Polizei in verschiedenen Ländern gibt zu, daß nur ein sehr geringer Prozentsatz an Vorfällen von häuslicher Gewalt jemals bekannt wird. Mißhandlungen durch einen Partner werden immer noch als eine private Angelegenheit "hinter verschlossenen Türen" angesehen und nicht als krimineller Übergriff.

     

    Inzest und sexuelle Mißhandlung von Kindern

    Die stille Epidemie

    Keine Statistik kann die Zerstörung und den Verrat an zahllosen Kindern vermitteln, die von ihrem Vater oder anderen Familienmitgiedern mißhandelt werden. Pädophile - Erwachsene, die sich sexuell nur von Kindern angezogen fühlen - sind eindeutig gefährlich, und Kinder müssen vor Ausbeutung und Mißhandlung geschützt werden, die häufig in organisiertem Sextourismus oder im Internet geschehen oder auch, wenn einzelne Kinder Pädophilen in die Hände fallen, von ihnen entführt, sexuell angegriffen und sogar ermordet werden.

    Es sind jedoch nicht die Pädophilen, die für Kinder die größte Gefahr darstellen, sondern erwachsene Männer, die ihre Autorität und Macht für sexuelle Begegnungen mit Familienmitgliedern oder ihnen zur Betreuung anvertrauten Kindern mißbrauchen.

    Opfer von Inzest - und anderer Formen der Kindesmißhandlung - zu sein, kennzeichnet ein Leben für immer. Allzu oft werden die Folgen dieser Wunden weder erkannt noch zugegeben. Sie werden als schändliches und unaussprechliches Geheimnis ertragen.

  • Wie viele Prostituierte, Häftlinge, Psychiatriepatienten, Drogenabhängige und Selbstmörder sind als Kinder mißhandelt worden?

  • Wie viele nach außen erfolgreiche Menschen tragen eine tief beschädigende Geschichte des Inzests mit sich herum, die ihre sexuellen und emotionalen Beziehungen behindert?

    Inzestopfer kämpfen – bewußt oder unbewußt – darum, Strategien für das Überleben zu schaffen. Diese können als Fehlverhalten erscheinen oder betrachtet werden, sind aber tatsächlich nur logische Antworten auf die innere Realität.

    Als Teil des Weges zur Heilung bemühen sich einige Opfer auf schwierigste Weise, als Erwachsene zu überleben, trauern aber immer noch über den Verlust der Personen, die sie ohne die zerstörerische Erfahrung in ihrer Kindheit hätten werden können.

    Warum entscheiden sich so viele Männer in unseren Gemeinschaften dafür, den Körper, das Vertrauen und die Liebe ihrer eigenen Kinder auszubeuten?

     

    Sexuelle Belästigung

    Der harmlose Flirt, der Spaß und das Vergnügen der Beziehung zueinander als Frauen und Männer sind erfreuliche Aspekte des Lebens - wenn sie erwünscht sind und geschätzt werden und auch auf Gegenseitigkeit beruhen. Gute und passende Wege zu finden, die für den anderen empfundene Zuneigung ohne das Gefühl der Beherrschung oder des Zwangs auszudrücken, ist eine der Herausforderungen, vor denen alle menschlichen Gemeinschaften und auch die der Kirche stehen.

    Aber Verhaltensformen mit sexueller Konnotation können, wenn sie unaufgefordert und ungewollt und vor allem wiederholt vorkommen, als eine Form von sexueller Belästigung angesehen werden.

    Beispiele dafür sind:

  • auffordernde oder lüsterne Blicke,

  • obszöne Gesten,

  • sexuelle Bemerkungen und Kommentare,

  • Scherze oder Witze mit sexuellem Inhalt,

  • Briefe, Anrufe oder Material sexueller Natur,

  • erzwungene Berührungen oder Nähe,

  • das Bestehen auf Verabredungen oder Aktivitäten mit sexueller Note,

  • das Angebot, den Einfluß als Gegenleistung für sexuelle Vergünstigungen spielen zu lassen.

    Zur sexuellen Belästigung zählt auch die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, die das Opfer stark belastet und erniedrigt. Dies kann in Situationen geschehen, in denen Vorrangstel- lungen und Machtmißbrauch zu fehlendem Respekt und der falschen Behandlung von Menschen als Lustobjekte führen, und durch die die Würde der so behandelten Person erniedrigt und zerstört wird.

    All diese Formen von Belästigung sind in der Erfahrung von Frauen weit verbreitet – in den verschiedensten gesellschaftlichen Zusammenhängen: an öffentlichen Orten, in Ausbildungsstätten, am Arbeitsplatz, bei der Freizeit und beim Sport – und in den Kirchen.

    [Adaption der ÖRK-Broschüre "Wenn Christliche Solidarität Schaden nimmt..."]

     

    Vergewaltigung und sexuelle Gewalt

    Vergewaltigung ist eine extreme Form der geschlechtlichen Gewalt, wenn die Penetration des Penis in die Genitalien ohne die Zustimmung des Opfers ausgeführt wird. Es gibt andere schwere und schreckliche Formen des sexuellen Übergriffs, die alle im wesentlichen Ausdrucksformen des Strebens nach Macht, Kontrolle und Vorherrschaft über das Opfer sind. Sie sind nicht auf ein sexuelles Bedürfnis oder Lust zurückzuführen.

    Britische Forschungen haben ergeben:

  • 85% der Vergewaltiger sind Männer, die dem Opfer bekannt sind.

  • 60% der Vergewaltigungen werden im Hause verübt, normalerweise in der Wohnung des Opfers.

  • Eine von fünf Frauen wird von ihrem Ehemann oder Partner vergewaltigt.

  • 20% der jungen Männer (im Alter von 14-25 Jahren) glauben, daß es akzeptabel wäre, eine Frau zum Sex zu zwingen, insbesondere wenn es sich um eine Freundin oder die Ehefrau handelt.

  • Eine von vier Frauen wird zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben vergewaltigt oder sexuell angegriffen.

    Diese Statistiken spiegeln die Tendenz in ganz Europa wider.

    Vergewaltigung wurde und wird weiter systematisch als eine strategische Waffe in Situationen des Krieges und des bewaffneten Konflikts benutzt.

    In Ländern, in denen das Ausmaß an Gewalt hoch ist, kommt es jeden Tag zu Morden, Entführungen und Folterungen von Frauen. Besondere Zielscheiben sind alle, die in Gewerkschaften, politischen Bewegungen oder als Intellektuelle aktiv sind. Einem Bericht von Amnesty International zufolge wird die Vergewaltigung von inhaftierten Frauen in vielen Ländern als Foltermethode eingesetzt.

    Frauen, die Vertriebene oder Flüchtlinge sind, sind den Gefahren von Vergewaltigung besonders ausgesetzt. Oft werden sie zu sexuellen Handlungen gezwungen, um Zugang zu Lebensmitteln und anderen Leistungen zu erhalten.

    Alle Formen von Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen sind ernstzunehmende Verbrechen; trotzdem wird die große Mehrheit der Täter nie für ihre Taten verurteilt oder vor Gericht ge-stellt. "Männer kommen ungeschoren davon."

     

    Die Darstellung der Frauen in den Medien

    Mädchen und Frauen sind in den europäischen Gesellschaften von Worten und Bildern, Geschichten und einem Image umgeben, das ein unrealistisches und abwertendes Bild von Frauen und ihrem täglichen Leben gibt. Strenge Konventionen und Mythen über die Natur, das Erscheinungsbild und das angemessene Verhalten von Frauen werden dazu benutzt, Gegenstände zu verkaufen und die Freiheit der Frauen sowie ihr Recht auf eine vollumfängliche und spezifische Humanität zu kontrollieren oder einzuschränken. Damit werden wir alle – sowohl Frauen wie Männer – in Stereotypen gefangen gehalten, die

    einschränkend, schädlich und letztlich todbrin-gend sind. Sexuelle Vorherrschaft und Gewalt werden häufig - in Filmen, Videos, Zeitschriften und Büchern - als eine akzeptable Form der Massenunterhaltung gezeigt; die gewaltsame Demütigung und Mißhandlung von Frauen wird als Quelle der Lust und Erregung erotisiert. Pornographie ist nicht deshalb obszön, weil sie Menschenkörper und sexuelle Handlungen zeigt, sondern weil sie diese verzerrt, indem sie herabwürdigend dargestellt werden. Der Stamm des Wortes porno bedeutet "eine gefangene Frau". Die Pornographie ist eine Millionen-Industrie, die aus der Verbindung zwischen Sex und dem Leiden und Tod von Frauen und Kindern profitiert.

    Vor kurzem sind große Mengen an pornogra-phischen Videos und Zeitschriften, die im Westen produziert wurden, nach Mittel- und Osteuropa gedumpt worden. Dieses Material ersetzt teilweise das fehlende Beratungsmaterial über sexuelle und familiäre Fragen und erzeugt unter anderem die Vorstellung, daß mißhandelnde Sexualität ein wünschenswerter Aspekt der "westlichen Freiheit" sei.

     

    Frauenhandel

    Eine moderne Form der Sklaverei erlebt in Europa eine Blüte: Tausende von Frauen aus Mittel- und Osteuropa (und auch aus Asien) werden gekauft und in die westeuropäischen Länder gebracht, um die Nachfrage einer immer lukrativeren Sexindustrie zu decken. Der Handel mit Frauen zur erzwungenen Prostitution ist eine bösartige Form des organisierten Verbrechens. Die Betroffenen fallen falschen Ver-sprechungen, Einschüchterungen und brutalen Gewaltakten zum Opfer. Ihre grundlegenden Menschenrechte werden verletzt.

    "Ich war 16 und hatte genug von der Armut und den Entbehrungen des Lebens in Polen. Ich traf einen Mann aus Holland, der sagte, ich könnte eine gute Stelle und Geld im Westen bekommen. Er bat mir eine Mitfahrgelegenheit an, und ich war bereit, mitzugehen, ohne meinen Eltern etwas davon zu sagen. Als wir in Holland ankamen, verlangte er meinen Paß. Nachdem ich ihm diesen gegeben hatte, hörte ich den Schlüssel im Schloß. Ich war in einem oberen Zimmer gefangen. Als der Mann zurückkam, sagte er, er konnte keine Arbeit für mich finden, aber ich könne Geld verdienen, indem ich mit Männern gehen würde. Als ich mich weigerte, wurde ich wieder eingesperrt, und ich erhielt kein Essen, bis ich nachgab. Ich war in die Falle der Prostitution geraten."

    Gemäß der Internationalen Organisation für Wanderungsfragen sind 1995 etwa 500.000 Frauen illegal in die EU-Länder verschleppt worden. Wegen der unsicheren wirtschaftlichen Lage in Mittel- und Osteuropa geht dieser alarmierende Trend weiter.

    Die Schlepper gehen auf unterschiedliche Weise vor. Einige ihrer Methoden sind brutal – sie vergewaltigen die Frauen, machen sie drogenabhängig, schlagen sie, erpressen sie mit pornographischen Photos. Andere sind subtiler – sie machen irreführende Versprechungen, isolieren die Frauen oder benutzen psychologischen Terror. Ein Entkommen vor der Bande der Menschenhändler ist so gut wie unmöglich.

    Gewalt gegen Frauen und die Kirchen

    In den letzten Jahren haben mehr und mehr Frauen mit Mut und seelischer Kraft begonnen, das Schweigen der Gewalt zu durchbrechen. Sie treten aus dem Schatten der Schande und Verzweiflung heraus und erzählen ihre Geschichten vom Leiden und Überleben. Trotz aller Demütigungen fangen sie an, ihr Recht auf ein Leben ohne Angst und Unterdrückung, ein Leben mit Ehrlichkeit und Würde zu erkennen.

    Viele Menschen innerhalb und außerhalb der Kirchen hoffen, daß christliche Gemeinden ihrer seelsorgerischen und prophetischen Berufung inmitten dieser harten Realitäten treu sind. Es ist eindeutig nötig, Raum zu schaffen, damit diese Geschichten gehört werden können und, damit die Kirchen angemessene Wege beschreiten können, um mit Mitgefühl und Gerechtigkeit zu reagieren.

    Einige, die Mißhandlungen überlebt haben, haben ihre Ortskirche als einen sicheren und unterstützenden Ort empfunden.

    Für viel zu viele Frauen ist die Kirche jedoch kein Ort der Zuflucht in ihrer verzweifelten Lage gewesen. Tatsächlich gibt es sogar Menschen, die Gewalt oder Mißhandlung in einem kirchlichen Umfeld erlitten haben.

    Geschichten aus allen Teilen Europas decken auf, daß beträchtliche Zahlen von Männern in Stellungen mit geistlicher und pastoraler Autorität das Vertrauen und die Gutmütigkeit ihrer Kirchenmitglieder ausnutzen, indem sie sich sexuell unangemessen verhalten. Dies kann im Zusammenhang mit Beratung, Beichten, in Arbeitsbeziehungen, in Jugendarbeit und so weiter geschehen.

    Die gemeinsamen Faktoren, die ein solches Verhalten von Begegnungen oder Beziehungen unterscheidet, die auf Verantwortung, Liebe und Fürsorge aufgebaut sind, sind

  • der Mißbrauch von Macht und Autorität,

  • das Fehlen von Gegenseitigkeit und Gleichberechtigung,

  • das Fehlen von bewußter und klarer Zustimmung.

    Die Folgen des Verrats an der Integrität der geistlichen Autorität sind für alle Parteien und für die gesamte Gemeinschaft, die unter Verwirrung, Spaltung und Demoralisierung leidet, verheerend.

    "Ich wurde als Kind sexuell mißhandelt und ging zum Pfarrer, um Rat zu suchen. Er veranlaßte mich, mit ihm die gleichen Handlungen zu wiederholen, zu denen mich mein Vater gezwungen hatte und sagte mir, daß es Gottes Wille sei als Teil des Heilungsprozesses.

    Danach wollte ich mich umbringen: ich fühlte mich schmutzig, beschämt und verraten, als sei mir meine Seele gestohlen worden. Der Pfarrer arbeitete weiter in seiner Stelle der Autorität und des Vertrauens, während ich vergessen, verzweifelt und verlassen war. Ich bin aus der Kirche ausgetreten: alles, was sie getan hatte, war mich zu verletzen und mich dann zu verlassen, als ich dringend Hilfe brauchte. Ich habe das Gefühl, daß Gott mich nur erschaffen hat, damit ich für all die schlechten Dinge bestraft werde, die andere mir angetan haben."

    In der Vergangenheit haben es die Kirchen weitgehend versäumt, auf die Realität der Gewalt und der Mißhandlung von Frauen in ihren eigenen Kreisen zu reagieren. Dieses Versagen ist in fachlicher und geistlicher Ausbildung, in der Klerus und Laien auf die Erfüllung ihrer Berufung vorbereitet werden, offensichtlich.

    Das Schweigen und die fehlende Bereitschaft der Kirchen zum Handeln hinterläßt bei den Opfern das Gefühl, hilflos und allein gelassen zu sein und sogar von ihrer christlichen Gemeinschaft abgelehnt zu werden.

    Darüber hinaus haben zu viele Frauen, die es gewagt haben, die Kirche um Hilfe zu bitten, entdecken müssen, daß dem Schutz des einzelnen Täters und dem Ruf der Institutionen Vorrang gegeben werden, anstatt die Opfer in ihrem Schmerz zu begleiten und in Solidarität die Folgen für ihr Leben mit ihnen zu teilen.

    "Ich habe jahrelang unter der Grausamkeit und Kontrolle meines Ehemanns gelitten. Er war ein geachteter Pastor. Als ich ihn schließlich verließ, haben die Amtsträger der Kirche nichts getan, um mir zu helfen, obwohl ich obdachlos und mittellos dastand. Die öffentliche Mei-nung steht zum Mann – es wird davon ausgegangen, daß er als ein Mann

    Gottes makellos ist. Es hört sich so ungerecht an. Ich habe versucht, mich einem anderen Pastor anzuvertrauen, aber er warf mir vor, eine neurotische und rachsüchtige Frau zu sein. Das System zwingt uns Schande und Schweigen auf, auch wenn wir darüber sprechen möchten."

    "Nach Jahren des Leidens – ich wurde fast jeden Freitag abend geschlagen – nahm ich den letzten Tropfen meiner Energie zusammen und ging zu meinem Pastor. Ich dachte, ich sei verrückt geworden. Angst und Scham hatten mein Selbstwertgefühl zerstört; ich atmete zwar, aber sonst war nichts mehr übrig. Der Pastor begrüßte mich und gab mir den Rat, daß ich am nächsten Freitag an Jesus denken solle, der um meiner Willen noch mehr gelitten hatte und versicherte mir, daß ich nach meinen irdischen Leiden, die ich erlitten hatte, ohne das Eheversprechen zu brechen, himmlischen Freuden entgegen sehen würde."

    Im Lichte dessen, was wir jetzt wissen, ist es ermutigend, daß viele Kirchenleitungen – auf internationaler, regionaler und lokaler Ebene dazu Stellung genommen haben. Sie haben er-klärt, daß Gewalt gegen Frauen in all ihren Formen unzulässig und inakzeptabel ist. Unter Einsatz ihrer Autorität halten sie die europäischen Kirchen zu entschiedenem und notwendigem Handeln an.

    Es gibt viele Beispiele von treuen, mutigen und praktischen Reaktionen von Christen in verschiedenen europäischen Kontexten:

    Die Baptistenunion von Britannien und Irland hat eine Arbeitsgruppe über Gewalt gegen Frauen eingesetzt, auf ihrer Versammlung eine wichtige Resolution verabschiedet und gibt jeder Gemeinde praktische Anleitungen dafür, wie diese Themen stärker bewußt gemacht werden können und wie diejenigen angemessen unterstützt werden können, die ihr Leiden offenbaren.

    Die Lutherische Kirche von Norwegen hat eine Strategie entwickelt, wie sinnvoll mit Vorwürfen von sexueller Mißhandlung innerhalb der Kirche umgegangen werden kann.

    Reformierte und römisch-katholische Christen in den Niederlanden haben sich zu einer zwischenkirchlichen Organisation zusammengeschlossen, die eine erfolgreiche Kampagne für eine neue Politik und Verfahren in den verschiedenen Kirchenstrukturen geführt und ein Netzwerk von "Vertrauenspersonen" eingerichtet hat, die den Opfern von Mißhandlungen durch Pfarrpersonal mit Rat und Hilfe zur Seite stehen.

    Deutsche Kirchen haben sich wegweisend gegen den Frauenhandel, die moderne Form der Sklaverei, gestellt.

    Im Anschluß an ein Forschungsprojekt und ökumenische Initiativen in Schottland ist eine neue überstaatliche Initiative entstanden, die sieben Partnerorganisationen in fünf europäischen Ländern mit finanziellen Mitteln der Europäischen Kommission verbindet. Das "Thenew Project: Christian Education and Action to resist Violence and Abuse against Women in Europa" (das Thenew Projekt – christliche Bildung und Handlungsmöglichkeiten, um der Gewalt und Mißhandlung von Frauen in Europa zu widerstehen) ist der Versuch, ein europäisches Netzwerk der Information, guten Praxis und Zusammenarbeit unter in kirchlichen Kontexten tätigen Personen einzusetzen. Es soll auch Material für theologische Ausbildung, Schulungen, Aktionen und Gottesdienste vorbereiten.

    Diese und andere Initiativen unterstreichen, daß Christen einen wichtigen und besonderen Beitrag zur Überwindung von Gewalt gegen Frauen in Kirche und Gesellschaft leisten können.

    Die Verantwortlichen in den Kirchen können darauf reagieren,

  • indem sie erklären, daß Gewalt gegen Frauen eine Sünde ist,

  • indem sie Geistliche und Laien vor Ort dazu auffordern, sich der verschiedenen Ausdrucksformen von Gewalt und Mißhandlung in ihren eigenen Kontexten bewußt zu werden,

  • indem sie Strategien und Verfahren entwickeln, um fair mit Situationen der Belästigung und der Mißhandlung innerhalb der Kirche umzugehen.

    Ortspfarrer, geistliche Väter und verantwortliche Laien können darauf reagieren,

  • indem sie sich darauf vorbereiten, die Bedürf-nisse von Frauen, die unter Mißhandlung leiden, in ihren Gemeinden zu erkennen und in angemessener Weise darauf einzugehen,

  • indem sie Strategien der Zusammenarbeit mit anderen entwickeln, die sich um Unterstützung, Schutz und Aufnahme aller bemühen, die Mißhandlung erfahren und auch alle Anstrengungen unternehmen, damit solche Vorfälle in ihren Gemeinden verhindert werden,

  • indem sie die verschiedenen Gelegenheiten im Leben der Ortskirche dazu benutzen, das Thema der Gewalt gegen Frauen beim Namen zu nennen: Predigen, Fürbitten, Bibelarbeiten, christliche Erziehung (für Kinder und Erwachsene), Kirchenzeitungen etc.

    Lehrende in Ausbildungsstätten (Schulen, Schulungszentren, Seminaren und Fakultäten) können darauf reagieren,

  • indem sie die verschiedenen Aspekte dieses komplexen Themas in ihr Unterrichtsmaterial und ihre Lehrpläne aufnehmen,

  • indem sie sich der Haltungen, Werte und Praktiken bewußt werden, die im Verborgenen zur persönlichen oder strukturellen Gewalt gegen Frauen in ihrem eigenen Lehrumfeld beitragen können,

  • indem sie theologisch über das Wesen, die Grundursachen und die Folgen von gewalttätigem Verhalten und Mißbrauch von Macht nachdenken.

     

    Wenn Sie eine Überlebende sind, denken Sie bitte daran:

  • Dies ist nicht Gottes Wille für Sie.

  • Dies ist nicht Ihr Fehler.

  • Sie sind eine wertvolle Person, die ein gutes Leben verdient hat.

  • Sie sind nicht für das gewalttätige oder mißbräuchliche Verhalten anderer verantwortlich, und sie müssen es nicht tolerieren, verstehen oder hinnehmen.

  • Sie haben es verdient, einen Menschen zu finden, der Ihre Geschichte glaubt.

  • Sie haben das Recht, über das zu sprechen, was geschehen ist.

  • Sie haben das Recht, in Ihrem eigenen Leben Entscheidungen zu treffen und Veränderungen vorzunehmen.

  • Es gibt andere, die in ihrem Leben auch unter Mißhandlung gelitten haben und die dennoch einen anderen Weg gefunden haben.

  • Es gibt Weggefährten, die bereit sind, Ihren Kampf zu teilen (Selbsthilfegruppen und Unterstützung für Überlebende, Beratungsdienste, Frauenhäuser, Literatur, Telefondienste etc.)

    E ist nie zu spät, sich auf Ihren persönlichen Weg zur Heilung und Ganzheitlichkeit zu machen.

    Wenn Sie ein Mann sind, der Gewalt oder Mißhandlung gegen Frauen angewendet hat, denken Sie bitte daran:

  • Ihre Verhaltensform ist unangebracht, inakzeptabel und hat ernsthafte Folgen.

  • Mißhandlung von Frauen ist eine Verletzung ihrer grundlegenden Menschenrechte. In vielen Formen ist sie ein kriminelles Verhalten, auch wenn sie geheim gehalten oder versteckt wird.

  • Die Mißhandlung von Frauen schadet auch der Integrität Ihrer eigenen Männlichkeit.

  • Alkohol, Streß, Eifersucht oder Streit sind keine gültigen Entschuldigungen, um gewalttätiges Verhalten zu rechtfertigen.

  • Sie sind verantwortlich für Ihre schädigenden Handlungen oder Verhaltensformen. Nur Sie können die Entscheidung treffen, die Ihren Handlungen zugrunde liegenden Einstellungen und Überzeugungen anzuerkennen und zu ändern.

  • Es gibt Weggefährten, die bereit sind, Ihren Kampf um Veränderung zu teilen (Selbsthilfegruppen, Netzwerke und Programme zur Bekämpfung der männlichen Gewalt / Mißhandlung, Berater, Literatur).

    Es ist möglich, Ihr gewalttätiges Verhalten abzulegen, aber es verlangt Ihren ernsthaften Einsatz und eine radikale Umstellung Ihres gesamten Wertesystems.

     

    Die Ballycastle-Erklärung

    1994 wurde in Ballycastle, Nordirland, von KEK und ÖRK eine Studientagung über Gewalt gegen Frauen in Europa durchgeführt. Die Teilnehmenden haben einen Aufruf an die Kirchen Europas gerichtet, wahre Quellen der Stärkung und Solidarität zu sein,

  • indem sie auf Frauen hören und von ihnen lernen,

  • indem sie ihre Mitschuld an persönlicher und struktureller Gewalt anerkennen,

  • und in Solidarität mit allen handeln, die leiden.

    1999 gibt es Zeichen der Hoffnung dafür, daß Christen bereit sind, an einem Prozeß der Veränderung teilzuhaben, so daß wir richtige Beziehungen zwischen Kindern, Frauen, Männern und Gott im Interesse unserer Kirchen und Gemeinschaften aufbauen können. Wir wollen um Gottes Segen bitten, wenn wir dem Aufruf der Ballycastle-Erklärung Folge leisten, die endet:

    "Gewalt gegen Frauen hindert
    die Kirche daran,
    eine wirkliche Gemeinschaft
    von Frauen und Männern zu sein.

    Wir sind aufgerufen,
    als Frauen und Männer
    entsprechende Verantwortung zu übernehmen.

    Wir wollen das Schweigen der Gewalt gegen Frauen brechen
    in unserem Gebet,
    in unserem Predigen,
    in unserer Praxis,
    laßt uns die Geschichte
    der Frauen verkünden,
    die aus den
    Schatten heraustreten."

    Ill. Kristina Wessel



    Weitere Information und Beratung über die Reaktion der Kirchen auf Gewalt und Mißhandlung gegen Frauen erhältlich von:

    Konferenz Europäischer Kirchen
    150, route de Ferney
    Postfach 2100
    CH-1211 GENF 2
    Schweiz
    0041-22-791 61 11

    The THENEW PROJECT:
    Christian Education and Action to Resist Violence and Abuse Against Women in Europe
    St George’s West Church
    58 Shandwick Place
    GB -Edinburgh EH 2 4RT
    00131 220 6301
    E-mail: Lesley Orr@aol.com

    Pfarrerin Anja Vollendorf
    Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V.
    Postfach 13 61
    D - 59473 Soest
    Germany
    0049 2921/371-0

    Diese Broschüre wurde von

    Pfarrerin Irja Askola, Finnland
    (ehemaliges Stabsmitglied der Konferenz Europäischer Kirchen), und
    Dr
    Lesley Orr Mc Donald, , Schottland, verfaßt.

    Layout und Design von Marianne Ejdersten, Schweden.

    Original in englischer Sprache.