Pressemitteilung Nr. 05-29/efg |
5. Juni 2005
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ANGLIKANISCHER ERZDIAKON COLIN WILLIAMS
WIRD NEUER GENERALSEKRETÄR DER KEK
Vom Dezember 2005 an ist The Venerable Colin Williams, anglikanischer Erzdiakon
(Archdeacon) von Lancaster, England, neuer Generalsekretär der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK). Der gegenwwärtige Generalsekretär der KEK, Dr. Keith Clements, tritt nach acht Dienstjahren Ende November 2005 in den Ruhestand.
Gewählt wurde Erzdiakon Williams heute auf der Tagung des Zentralausschusses der KEK (3.-10. Juni) in Aghios Nikolaos, Kreta, Griechenland.
Der neue Generalsekretär wurde 1952 geboren. Vor seiner Ordination war er als Rechtsanwalt tätig und studierte danach Theologie in Oxford. Er wurde 1981 ordiniert und übte dann seinen Dienst in Gemeinden im Nordwesten Englands aus, zudem war er Geistlicher des Bischofs von Blackburn. Erzdiakon von Lancaster in der Diözese Blackburn ist er seit 1999. Er ist Vorsitzender der Bildungsausschusses der Diözese sowie Beauftragter für europäische Verbindungen und für die den Dienst im ländlichen Bereich der Diözese. Er ist ein Mitglied der Meissen-Kommission, die nach voller sichtbarer Einheit zwischen der Kirche von England und der Evangelischen Kirche in Deutschland strebt. Weiterhin gehört er der Generalsynode der Kirche von England und ihres Rates für christliche Einheit an.
Zu seiner seelsorgerlichen Arbeit gehörte es auch, Gemeinden zu Partnerschaft untereinander und mit ihrer Umgebung anzuregen und so Mission und Dienst in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen. Bei der Ausübung seines Amtes in der Gemeinde trat er für lokale ökumenische Beziehungen ein und war in seiner letzten Gemeinde massgeblich an der gemeinsamen Nutzung eines Kirchengebäudes durch anglikanische und römisch-katholische Gemeinden beteiligt. Er trug auch entscheidend zum Aufbau einer ökumenischen Partnerschaft zwischen der Diözese Blackburn und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Deutschland, bei. Er spricht Deutsch und Französisch.
Erzdiakon Williams sagt dazu: „Ich bin äusserst gespannt auf die Arbeit als Mitglied des KEK-Teams. Europa befindet sich an einem Scheideweg. Auf dem ganzen Kontinent beginnen Frauen und Männer sich über das Schicksal von Europa, das wir jetzt aufbauen müssen, Gedanken zu machen. Die europäischen Kirchen haben einen ganz besonderen Beitrag zu dieser Debatte zu leisten, denn sie wollen ein Europa, das offen ist, das Mitgefühl hat, in dem Gerechtigkeit herrscht und das darüber hinaus seinem spirituellen Erbe getreu ist. Kurz gesagt auf unserem Kontinent muss das Evangelium Jesu Christi gehört und gelebt werden. Die KEK hat seit ihren Anfängen 1959 so viel dazu beigetragen, dass die Gemeinschaft der Kirchen Europas gewachsen ist. Das heisst, dass wir immer mehr gemeinsam handeln und mit einer Stimme sprechen konnten. Ich empfinde es als ein grosses Privileg, dass ich beim Bemühen, die Kirchen unseres Kontinents zur Entwicklung und zum Wachstum zusammenzuführen, eine Rolle übernehmen darf.“
Ein Bild ist auf der Webseite der KEK unter www.cec-kek.org/german_site zu finden.
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Die Konferenz Europäischer Kirchen ist eine Gemeinschaft von 125 orthodoxen, protestantischen, anglikanischen und alt-katholischen Kirchen aus aller Teilen Europas, sowie 40 assoziierten Organisationen. Sie wurde 1959 gegründet und hat Büros in Genf, Brüssel und Strassburg.
Für weitere Informationen:
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